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Oldtimer im Winterschlaf
In der nasskalten Jahreszeit hat man keine Lust mehr seinen geliebten Klassiker durch Regen und Schnee zu jagen. Wer jetzt seinen Oldtimer noch nicht vor Winterschäden in Sicherheit gebracht hat, der sollte das bald tun. Die GTÜ empfiehlt, um Standschäden zu vermeiden, einen Unterstellort mit möglichst konstanter Raumtemperatur zu wählen. Zudem sollte es dort gut belüftet sein, damit kein Kondenswasser entstehen kann. Auch wenn man seinen Wagen abdeckt, sollte man darauf achten, dass der Stoff atmungsaktiv ist, damit nichts durch Kondenswasser beschädigt wird. Ein Trick ist die Verwendung von speziellem Entfeuchter-Granulat. Der geöffnete Behälter wird in die Garage gestellt und das Granulat entzieht der Luft Feuchtigkeit, so dass eine angemessene Luftfeuchtigkeit erreicht wird.
 
 
Die GTÜ hat eine gesamte Checkliste für Ihren Liebling zusammengestellt
• Den Motor auf Betriebstemperatur bringen, Kühlerfrostschutz prüfen und eventuell auffüllen. Bei Aluminiummotoren Kühlflüssigkeit ablassen, da Aluminium von Frostschutzmittel angegriffen wird.
• Die Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel frostsicher machen.
• Das Auto von oben und unten waschen sowie den Lack konservieren.
• Das Auto volltanken und einen Ölwechsel vornehmen. Bei Vergaserfahrzeugen den Vergaser entleeren.
• Den Motor durch Ansaug- oder Kerzenbohrungen konservieren bzw. von Kondenswasser befreien.
• Die Ansaug- und Auspufföffnungen anschließend mit ölgetränkten Lappen verschließen.
• Die Batterie ausbauen, in einem trockenen, frostfreien Raum lagern und regelmäßig entladen und laden. Hilfreich sind hier sogenannte Akku-Puls-Lader.
• Den Reifenluftdruck um je ein Bar rundum erhöhen.
• Den Wagen kippsicher aufbocken, damit die Räder entlastet sind, aber noch Kontakt zum Boden haben und die Federn und Stoßdämpfer etwas belastet bleiben.
• Die Lederausstattungen mit Spezialfett dünn einreiben.
• Wenn möglich die Fenster einen Spalt offen lassen und auf gute Luftzirkulation in der Garage achten. Luftfeuchtigkeit über 70 Prozent vermeiden!
• Die Cabrioverdecke trocknen lassen, imprägnieren und einen Spalt öffnen.
• Die Scheibenwischerblätter abklappen und die Gummis mit Talkum einreiben.
• Chromteile mit Paraffin oder Schutzwachs einstreichen.
• Die gesamte Karosserie nach Roststellen absuchen und wenn nötig behandeln. Idealerweise die Hohlräume und Falze versiegeln. Die Gummiabdichtungen mit Pflegemittel behandeln.
• Die Handbremse lösen. Starten Sie den Motor später unbedingt im Leerlauf mit angezogener Handbremse, da sich die Kupplung festgesetzt haben könnte.
• Das Fahrzeug mit staubdichtem Stoff, am besten Baumwolle abdecken.
• Eventuell eine Ruheversicherung abschließen bzw. Versicherungsvertrag hinsichtlich Ruhephasen oder Saisonzeiträume überprüfen.
 
 
Mit einem alten Auto fahren
Für manche ist es einfach nur überholte Technik, ein Stück Metall und Blech aus vergangenen Tagen, fern jeglichen wirtschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Nutzens, und kaum noch einen müden Cent wert, außer dem, den man derzeit für Altmetall erhalten würde. Für die meisten aber ist es ein Stück Nostalgie, Geschichte, und noch viel wichtiger - ein Stück Lebensgefühl, Lifestyle und Freiheit pur.

Die Rede ist vom Oldtimer!

Man kann es halten wie man will: Die Geschichte des Automobils ist in etwa so rasant wie interessant, und es gibt nur wenig die sich dem Charme eines Klassikers entziehen können. Warum das so ist dürfte vermutlich schwer zu erklären sein, denn tatsächlich: ein "Old-Mobil" ist weder vom ökologischen Standpunkt aus betrachtet noch so wirklich vertretbar, der Verbrauch ist, im Vergleich zu heutigen Autos, schier verschwenderisch, und der effektive Wert ist wohl eher im Persönlichen zu suchen, statt im Wirtschaftlichen. Und doch gibt es kaum etwas schöneres, als sich ein Mal hinter das Steuer eines solchen Gefährts zu setzen, den Motor aufheulen zu lassen, und den Duft der Nostalgie einzuatmen.

Vielleicht liegt es am unvergleichbaren Design vergangener Autoschöpfer, das man heute vergeblich sucht. Vielleicht ist es das Flair gewisser Jahrzehnte, der mit so einem Vehikel unweigerlich verströmt wird und einher geht - Jahrzehnte, die wir nicht selten mit einer gewissen idealisierten, längst vergangenen, Alltagsromantik assoziieren. Vielleicht aber ist es auch einfach nur der Status der Seltenheit, wie bei fast alle Sammlerstücken. Vermutlich ist es von all dem etwas.

Tatsache ist, dass dem Status eines Oltimers heute kein anderes Auto mehr gerecht werden kann. Es kann noch so schnell sein, noch so effizient und gleichzeitig sparsam im Verbrauch, noch so groß, noch so glänzend und noch so teuer: der Oldtimer ist der Inbegriff dessen, was wir heute wohl als Sorglosigkeit bezeichnen würden. Kaum ein andere Gefährt versprüht mehr Charme, Stil und Esprit wie ein Oldtimer, und legt zeitgleich Wert auf den Wohlfühlfaktor, also das, was wir heute im weitesten Sinne unter Lifestyle verstehen. Damals wusste man noch zu leben, zu genießen und wert zu schätzen, was in der heutigen Zeit selbstverständlich ist, und dem Faktor der Effizienz weichen musste: die Freiheit der Straße!

 
 
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